Roni Chadash (Israel)
Ani-Ma + Me, and all of that body

Leider ist es aus organisatorischen Gründen nicht möglich,
Chapters of Joy (am Montag, 16. Mai in Leipzig, LOFFT - Das Theater) auch in Dresden und Chemnitz zu zeigen. Daher haben wir uns entschieden, in Zentralwerk und Komplex zwei Soloarbeiten von Roni Chadash vorzustellen. Roni Chadashs Erstling „Ani-Ma“, ein wahres „Kunststück“, war schon bei Off Europa: Mapping Israel in der engeren Auswahl; last minute gab es damals eine Entscheidung zu Gunsten des luftigen, spielerischen Duetts „Victims & Images“. Hier nun wird „Ani-Ma“ mit „Me, and all of that body“ kombiniert, das durchaus als eine Studie zu (oder eine Auskoppelung aus) „Chapters of Joy“ gesehen werden kann.

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Ani-Ma
„Ani-Ma“ ist eine kühle, kalkuliert anmutende Bewegungsstudie, mündend in eklektische Bildfolgen. Der Körper der Tänzerin ist Objekt und Subjekt zugleich; in ein enges Korsett gezwungen gelingt es ihm, sich mit neuen Bewegungseinfällen immer wieder zu entfesseln, zu erneuern, zu befreien.


Ani-Ma © Itzhak Eitan
Ani-Ma © Itzhak Eitan

„Eine faszinierende Bühnenpräsenz. Nicht nur wegen des hohen Niveaus der Darbietung und ihrer Präzision, sondern auch wegen der künstlerischen Entscheidungen, die Chadash dazu gebracht haben, ein einzigartiges Bewegungsfeld zu schaffen.“
—> Dancetalk.co.il

Die Choreographie entstand 2015. Roni Chadash gewann damit mehrere Preise, unter anderem den Ersten Preis der Jury des Gvanim (Shades of Dance) Festivals 2015 am Suzanne Dellal Center in Tel Aviv, den PARTS-Stipendienpreis beim Brüsseler Wettbewerb für zeitgenössischen Tanz, den Publikumspreis und den Alexander Izrailovsko-Preis beim Festival für Choregraphische Miniaturen in Belgrad. Beim Soloduo Festival in Köln wurde Roni Chadash als „Beste Tänzerin“ ausgezeichnet.

“I finished my studies at Ga’aton (the Kibbutz Contemporary Dance Company’s professional training program) and started going to auditions and not getting the jobs. I couldn’t understand why I was learning all of this material and not getting hired. I felt I had a lot to give but couldn’t find where to give it. I guess these are usual young dancers frustrations. I went abroad and attended a bunch of auditions there. I was aware of this deep contrast between the level of the dancers and the choreography being taught. The dancers were such great material and the choreography was incredibly shallow. I thought, ‘if they can do it, I can too.’
I came home and started to work in a studio next to my house in Kfar Shmariyahu. I was alone a lot, for hours. I tried out a lot of ideas and eventually made a video, which I published on Facebook, back when Facebook was personal and smaller. I was very insecure in the beginning. The video got nice responses and, at the same time, I saw the call for applications for Shades of Dance. I took that video and made it into a piece.”
—> Roni Chadash

Choreographie + Performance: Roni Chadash

Künstlerische Beratung: Odelya Kuperberg
Musik Miki Patish

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Me, and all of that body

“The possession of firm and confident opinions, urges and lusts, owning a permanent and identified character - all amounts to the horror of turning our soul into fact, into material, into its own externalization.
Life is a delicate, fluid state of unknowing, unknowing about all things and about yourself.”
—> Fernando Pessoa

Wie der Name der Choreographie andeutet, ist Roni Chadash mit „Me, and all of that body“ auf einer fortwährenden Suche nach den Geheimnissen des eigenen Körpers. Die Genauigkeit und Selbstdisziplin in „Ani-Ma“ wird hier abgelöst durch eine unerhörte Flexibilität, Bewegungen zu erfinden und zu verbinden, und damit den Ausdruck des eigenen Körpers zu verändern, ja zu manipulieren.

Me and all of that body © Gennady Tashlitsky
Me, and all of that body © Gennady Tashlitsky

“it was the process after the duet (Victims & Images), which was all about the performer/audience relationship. In the solo, I thought that the audience would be a witness to my physical experience and the audience responded as such. Performing the solo is a very meditative experience. It made me consider how my experience is transmitted to the audience.”
„Zu viele Jahre lang habe ich mich in der Kontrolle über meinen Körper geübt.
Aber seit wann ist es legitim, sich über seinen Körper zu erheben?
Ein Körper, der Natur ist, unendlich, wild.“
—> Roni Chadash

„Eine beeindruckende Darbietung körperlicher Intelligenz, vorgetragen mit einer seltenen Kombination aus Können, Selbstvertrauen und Bescheidenheit.“
—> Haaretz.co.il

Choreographie + Performance: Roni Chadash

Künstlerische Beratung: Maya Brinner
Probenleitung: Dana Shoval
Lichtdesign: Ofer Läufer

Unterstützt von Mifal HaPais + Festival KoresponDance in Žďár nad Sázavou, Tschechien

Keine Sprachbarriere
Dauer etwa 35 Minuten, eine (Umbau-)Pause

www.ronichadash.com

Dresden —> Zentralwerk
Mittwoch, 18. Mai, 20 Uhr
In der Pause und im Anschluss an die zweite Choreographie gibt es im Foyer des Zentralwerks ein Konzert mit Oana Cătălina Chițu + Diego Romero

Chemnitz —> Komplex
Freitag, 20. Mai, 20 Uhr

Tickets / Reservierungen
Dresden via bestellung@societaetstheater.de bzw. (0351) 80 36 810
Vorverkauf —>
Societaetstheater—> Reservix
Chemnitz via info@chemnitzkomplex.de